Der Midijob – Alles was du wissen musst

Was genau ist ein Midijob?

Wenn man mehr als 450€ im Monat verdient muss man nicht gleich den ganzen Lohn versteuern oder haufenweise Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Für den Fall, dass man zwischen 450,01€ und 850€ verdient, gibt es in Deutschland die sogenannte Gleitzone. Und aus dem Minijob wird ein Midijob.

 

Wer darf einen Midijob ausüben?

Einen Midijob darf grundsätzlich jeder ausüben, allerdings mit wenigen Ausnahmen. Bei Studenten etwa, tritt meistens die Sonderregelung des Werkstudentenjobs in Kraft. Wenn man gerade eine Ausbildung absolviert, oder wenn man ein freiwilliges, soziales Jahr leistet, kann man keinen Midijob annehmen, genauso verhält es sich wenn man neben dem Midijob noch in einem normalen Angestelltenverhältnis arbeitet.

Der MidijobWelche Abgaben muss man bezahlen?

Die Gleitzone hat ihren Namen daher, da sich die Beiträge zur Sozialversicherung gleitend erhöhen. Verdient man nur knapp mehr als 450€ muss man nur ca. 50€ an Beiträge bezahlen. Bekommt man allerdings 850€ im Monat, muss man dafür ca. 175€ an Abgaben bezahlen, was den normalen Prozentsätzen eines Angestelltenverhältnisses entspricht. Wie die Beiträge bei euch genau aussehen, könnt ihr mit dem Gleitzonenrechner ausrechnen.

Lohnsteuer muss man bei einem Midijob nicht bezahlen, wenn man unter dem Steuerfreibetrag liegt und man nebenher keine weiteren Jobs ausübt. Aber Vorsicht: Wer sich in der Steuerklasse 5 oder 6 befindet, muss meistens hohe Abgaben für den Midijob bezahlen.

 

Gibt es Ausnahmen oder sonstige Dinge zu beachten?

Wichtig für den Jobber ist, dass der Midijob als solcher bei seiner Krankenkasse angemeldet wird. Wenn das nicht passiert muss man ggf. mit hohen Abgaben rechnen, welche man sich aber mit einer Steuererklärung wieder holen kann. Beachten muss man auch, dass der Verdienst bei mehreren Midijobs immer zusammengerechnet wird und insgesamt die 850€ Grenze nicht überschritten werden darf. Wenn man hauptberuflich selbstständig oder freiberuflich arbeitet, kann man die Steuerfreiheit des Midijobs problemlos ausnutzen, da man den Job in Steuerklassen 1 bis 5 anmelden kann. Unter folgendem Link findest du noch mehr Informationen zu den Steuerklassen.

 

Das wichtigste in Stichpunkten:

  • Ein Midijob ist ein Nebenjob, in dem man zwischen 450,01€ und 850€ verdient
  • Bei einem Midijob steigen die Beiträge zur Sozialversicherung mit Höhe des Verdienstes
  • Azubis und Teilnehmer eines freiwilligen, sozialen Jahres können keine Midijobs ausüben
  • Für Studenten tritt meistens die Werkstundentenregelung in Kraft
  • Ein Midijob muss der Krankenkasse des Jobbers gemeldet werden
  • Hat man mehrere Midijobs, darf man insgesamt nicht mehr als 850€ im Monat verdienen
  • Meistens wird der Verdienst in den Midijobs über das Jahr zusammengezählt und dann durch 12 Monate geteilt. Wer dann unter den 850€ pro Monat ist, befindet sich in der Gleitzone
  • Wer einen Midijob neben einem sozialversicherungspflichtigen Job ausüben will muss beachten, dass die Verdienste beider Jobs zusammengezählt werden
  • Wer in den Steuerklassen 1-4 angemeldet ist, muss meist keine Lohnsteuer zahlen
  • Wer in den Steuerklassen 5 oder 6 angemeldet ist, muss Lohnsteuer zahlen
  • Selbstständige und Freiberufler können den Midijob in den Klassen 1-4 anmelden

Weitere Informationen zu Midijobs und speziell der Sozialversicherung findet ihr bei der deutschen Rentenversicherung.

Wir hoffen wir konnten dir das Thema Gleitzone bzw. Midijob gut erklären. Wenn deine Fragen aber noch nicht ganz beantwortet wurden, du eigene Erfahrungen zum Thema gesammelt hast oder etwas anderes sagen möchtest, freuen wir uns auf einen Kommentar von dir!

 

Dir gefällt was du siehst oder kennst jemanden für den das interessant wäre? Dann mach Mama stolz und teile es!
Weiterleiten
Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
SHARE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *