Extrawurst: Der Werkstudentenjob

Damit man sich als Student sein Studium selbst finanzieren kann, hat sich Papa Staat eine weitere Art der Anstellung ausgedacht. Der Werkstudent unterscheidet sich von den normalen 450€- und 850€ Jobs in einigen Punkten. Wenn du wissen möchtest, was du genau dabei beachten musst, bist du hier genau richtig.

Was genau ist ein Werkstudentenjob und wer darf ihn ausüben?

Ein Werkstudentenjob kann, wie der Name schon sagt, nur von Studenten ausgeübt werden. Der große Unterschied zu anderen Anstellungsarten, ist das sogenannte Werkstudentenprivileg. Das besagt, dass man als Werkstudent von der gesetzlichen Kranken,- Pflege,- und Arbeitslosenversicherung befreit ist, ohne dass man die Einkommensgrenzen beachten muss. Wichtig ist nur, dass man nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet, da man sonst mehr Zeit in den Job als in das Studium investiert. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wie du gleich sehen wirst.


Ausgenommen von Werkstudentenjobs sind übrigens:

  • Studenten einer Fernuniversität
  • Praktikanten
  • Studenten, die ein berufsbegleitendes Studium absolvieren
  • Studenten während der Promotion
  • Wer mehr als insgesamt 25 Semester studiert hat
  • Studenten im Urlaubssemester
  • Studenten in dualen Studiengängen

 

Mit welchen Abgaben muss man rechnen?

Wenn man als Werkstudent nur bis zu 450€ im Monat verdient, ist man faktisch kein Werkstudent sondern ein Minijobber. Wenn man zwischen 450,01€ und 850€ verdient ist man Midijobber und somit in der Gleitzone, was die Sozialversicherung anbelangt. Da man als Werkstudent nur die Rentenversicherung (und eine studentische Krankenversicherung) bezahlen muss, werden die Beiträge mit der Höhe des Einkommens steigen, bis sie bei 850€ ihr Maximum erreicht haben. Wenn man mehr als 850€ verdient ändert sich nichts mehr. Die einzige Versicherung die man bezahlt ist die Rentenversicherung.

Die Lohnsteuer fällt unabhängig davon an. Die muss man bezahlen, sobald man den Steuerfreibetrag von 8472€ (2015) pro Jahr überschritten hat.
Werkstudent

Was muss man noch beachten?


20-Stunden Regel

Maßgeblich für die Ausübung eines Werkstudenten-Jobs ist die 20-Stunden-Regel während der Vorlesungszeit. Wer mehr arbeitet muss ggf. Beiträge nachzahlen.Befindet man sich in der vorlesungsfreien Zeit und/oder den Semesterferien, kann man so viel arbeiten wie man möchte, allerdings darf die 20-Stunden-Grenze nur in 26 Wochen pro Jahr überschritten werden.

Kindergeld

Wer Kindergeld bekommt muss seit der gesetzlichen Änderung 2011 nur noch beachten, die 20-Stunden-Regel einzuhalten.Mehr dazu findet ihr auf Kindergeld.info.

Krankenversicherung

Die Verdienstgrenze für die Familienversicherung liegt bei ca. 405€, allerdings entscheidet das im Einzelfall die Krankenkasse. Wer über die Grenze kommt, muss sich selbst versichern, was sich auf ca. 80€ im Monat belaufen wird. Mehr dazu findet ihr in unserem Artikel zur studentischen Krankenversicherung.

 

Das Wichtigste in Stichpunkten

  • Werkstudent kann sein, wer hauptberuflich an einer Hochschule eingeschrieben ist
  • Vorteil: Man muss nur die Rentenversicherung bezahlen, von allem anderen ist man befreit (Werkstudentenprivileg)
  • Man muss keine Einkommensgrenzen beachten
  • Während der Vorlesungszeit darf nicht mehr als 20-Stunden pro Woche gearbeitet werden

Ihr vermisst etwas in diesem Artikel oder habt Fragen zum Inhalt? Dann stellt sie einfach in den Kommentaren, wir freuen uns darauf!

 

Dir gefällt was du siehst oder kennst jemanden für den das interessant wäre? Dann mach Mama stolz und teile es!
Weiterleiten
Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
SHARE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *