Die kurzfristige Beschäftigung

 

Du willst über die Ferien arbeiten oder kannst spontan einige Wochen in einem Betrieb aushelfen? Dann ist das eine kurzfristige Beschäftigung und unterscheidet sich von 450€- bzw. 850€-Jobs (Mini– oder Midijob), denn hier ist es erstmal völlig egal, wie viel man verdient. Wichtig ist bei einer kurzfristigen Beschäftigung lediglich die Beschäftigungsdauer.

 

Wie lange darf eine kurzfristige Beschäftigung sein?

Bei der Dauer einer kurzfristigen Beschäftigung gibt es, natürlich, nicht nur eine Möglichkeit. In Deutschland besteht in folgenden Fällen eine kurzfristige Beschäftigung:

  • Wenn man bei einem Arbeitgeber kurzfristig angestellt ist, darf man maximal 3 Monate am Stück im Jahr arbeiten, bei einer 5-Tage Woche oder mehr
  • Ist es höchstens eine 4-Tage-Woche oder arbeitet man über das ganze Jahr über verteilt, kann man an bis zu 70 Tagen arbeiten
  • Wenn man bei mehreren Unternehmen aushilft, darf man maximal 60 Tage arbeiten
  • Arbeitet man bei mehreren Unternehmen, aber immer länger als einen Monat, darf man höchstens 3 Monate lang aushelfen (mit mindestens 5 Tagen pro Woche).

 

Welche Abgaben muss man bezahlen?

Als Aushilfe mit kurzfristigen Beschäftigungen muss man keine Sozialabgaben, also keine Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bezahlen. Allerdings muss man die Lohnsteuer abführen und damit auch ggf. die Kirchensteuer und den Solidaritätsbeitrag. In vielen Fällen kann man sich davon aber mit einer Steuererklärung am Ende des Jahres einiges wieder holen. Unter folgendem Link findet ihr ein Beispiel der Berechnung.

 

Was muss man bei einer kurzfristigen Beschäftigung noch beachten?

  • Die Befristung muss vorher vertraglich vereinbart worden, oder durch andere Umstände vorgegeben sein (z. B. Erntehelfer)
  • Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nicht vor, wenn man damit seinen Lebensunterhalt bestreitet
  • Wenn man die Zeitgrenzen überschreitet, muss man in allen Sozialversicherungen Beiträge zahlen
  • Hat man mehrere kurzfristige Beschäftigungen im Jahr, muss man die insgesamt gearbeiteten Tage zusammenzählen
  • Rechnet man die Arbeitstage bei Jobs mit 5-Tage-Woche und solche mit weniger Tagen die Woche zusammen, darf die Summe der Arbeitstage 70 Tage nicht überschreiten
  • Der Lohn aus kurzfristigen Beschäftigungen wird nicht mit anderen Einkünften verrechnet

 

Ihr habt noch Fragen oder Anmerkungen zur kurzfristigen Beschäftigung? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

 

 

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