Smalltalk- werde Meister des galanten Geplauders! Posted on

Was ist eigentlich Smalltalk? Ob auf der Party, auf der Messe oder im Büro, Smalltalk öffnet überall Türen. Er ist mittlerweile unerlässlich geworden. Smalltalk ist die Kunst, über Belangloses zu reden und dabei auch noch einen guten Eindruck zu hinterlassen. Er dient nicht nur als Pausenfüller; vielmehr ist der Smalltalk ein wichtiges Mittel der Kommunikation, […]

Was ist eigentlich Smalltalk?

Ob auf der Party, auf der Messe oder im Büro, Smalltalk öffnet überall Türen. Er ist mittlerweile unerlässlich geworden. Smalltalk ist die Kunst, über Belangloses zu reden und dabei auch noch einen guten Eindruck zu hinterlassen. Er dient nicht nur als Pausenfüller; vielmehr ist der Smalltalk ein wichtiges Mittel der Kommunikation, das uns erlaubt, Kontakte zu knüpfen und sogar Netzwerke aufzubauen. Dabei wird dem Gegenüber Offenheit signalisiert, wodurch sich seine Bereitschaft steigert, zuzuhören. Er erlaubt uns zum einen,  den anderen auf eine unverbindliche Art und Weise kennenzulernen. Zum anderen kann er ein wichtiger Erfolgsschlüssel sein. Smalltalk soll sogar die Fähigkeit haben, in Konfliktsituationen Wogen zu glätten.

Die Anleitung für den perfekten Smalltalk

Wichtig beim Smalltalk ist vor allem seine nicht-fachliche Ebene und seine Leichtigkeit. Dabei ist es genau das, was uns oft so schwer fällt: unverfänglich und locker über Belangloses zu plaudern! Wenn du also auch zu denen gehörst, die ein unbeschwertes Pläuschchen nicht ohne Weiteres aus dem Stegreif zustande bringen, dann haben wir die perfekte Anleitung für dich!

Sinnvolle Situationen für einen Smalltalk

smalltalkbild01Sinnvolle Situationen für einen Smalltalk ergeben sich eigentlich immer. Sei es beim Vorstellungsgespräch, am ersten Tag im neuen Job oder – weniger formell – auf einer Party, auf der du nur den Gastgeber kennst.

Generell sollten am besten alltägliche Themen wie Wetter, Sport, Reisen, Filme oder Hobbys gewählt werden. Hat dein Gegenüber vielleicht sogar die gleichen Hobbys wie Du? Perfekt! Dann greife ein Thema aus dem gemeinsamen Interessenpool auf. Aber wie greift man am besten so ein Thema aus dem Nichts auf? Oder besser noch: was macht man, wenn man keinen der Beteiligten kennt?

Hier die wichtigsten Smalltalk- Regeln:

1. Der Einstieg

Um in ein Gespräch einzusteigen, das noch gar nicht begonnen hat, gilt: einfach mal den Anfang machen! Lächle den anderen an und schaue ihm dabei in die Augen. Der Augenkontakt signalisiert deinem Gegenüber, dass du offen für ein Gespräch bist. Daraufhin kannst du ganz ungezwungen fragen, wo der andere herkommt und was er auf der Veranstaltung macht. Und schon läuft das Gespräch von alleine! (So solltest du allerdings nicht vorgehen, wenn du deinem Chef im Aufzug begegnest. Dafür solltest du dir schon eine andere Frage einfallen lassen wie etwa: ,,Und in welches Stockwerk fahren Sie, Herr XY?“).

2. Fragen stellen

Wichtig ist, dem Gegenüber Fragen zu stellen. Dabei solltest du auf seine Interessen eingehen und ihm vor allem zuhören! Es kommt nie gut an, wenn man nur von sich erzählt und das Gegenüber kaum zu Wort kommen lässt. Du wirst überrascht sein, wie sympathisch Dich der andere findet, wenn Du ihn erzählen lässt und Interesse zeigst. Natürlich muss dein Interesse echt sein. Authentizität ist das A und O beim Smalltalk. Nur wer aufrichtig ist, hat Erfolg. Außerdem werden Schleimer schnell enttarnt und stehen bald alleine da. Und das wollen wir doch nicht.

3. Offene W-Fragen

Beim Fragen gilt: offene Fragen stellen. Das sind solche Fragen, die mit einem W-Wort beginnen. Wie? Warum? Was? Wer? Wo? Meide dagegen Fragen, die der andere mit einem kurzen ,,Ja“ oder ,,Nein“ beantworten kann. Denn dann könnte es schnell passieren, dass du nach kurzer Zeit nicht mehr weißt, was du den anderen noch fragen sollst und schon ist das Gespräch eher beendet als geplant. Dem folgt betretenes Schweigen und keiner weiß, was er sagen soll. Das ist peinlich.

4. Gehe die Sache locker an!

Noch ein Tipp: Hab nicht allzu hohe Erwartungen an einen Smalltalk! Mit dieser Einstellung fällt es dir wesentlich einfacher, locker zu plaudern, als dir den Kopf darüber zu zerbrechen, mit welchem intelligenten Kommentar du in der nächsten Gesprächslücke glänzen könntest. Letzteres führt eher dazu, dass du deinem Gegenüber nicht mehr zuhörst, weil du dich so sehr auf deinen nächsten Einsatz konzentrierst und dass er das wahrscheinlich auch noch bemerkt. Wieder peinlich.

5. Langweiliges Thema?

Jetzt plaudert ihr schon, aber das Thema ist leider uninteressant? Kein Problem: Themenwechsel! Oder das Thema ist interessant und sogar so interessant, dass die Fachtermini nur noch so aus dir heraussprudeln? Dann sieh dich bitte einmal kurz um und stelle fest, ob dein Gesprächspartner das auch so sieht. Wenn ja: Glück gehabt. Falls nein: wieder peinlich. Besser das Thema wechseln und diesmal eines wählen, mit dem auch der andere etwas anfangen kann. Wie wäre es damit, einfach zu Schritt zwei zurückzukehren und dem anderen eine Frage zu stellen?

6. Tabuthemen

Jetzt läuft das Gespräch schon einige Zeit und ihr habt sogar Gemeinsamkeiten gefunden? Dann herzlichen Glückwunsch! Du hast eben das Optimum des Smalltalkens erreicht. Aber bitte sag jetzt vor lauter Glückseligkeit über deine Errungenschaft, einen erfolgreichen Smalltalk geführt zu haben, bloß nichts Falsches. Du kannst schließlich immer noch ins Fettnäpfchen treten.

Tod, private Probleme, Politik, Geld, Gerüchte

smalltalkbild02Dieses wäre der Fall, wenn du über den Tod Deiner Großmutter sprichst oder besser noch, nach der toten Großmutter deines Gegenübers fragst! Oder deine Eltern haben sich kürzlich erst scheiden lassen oder du bist zudem überzeugter Atheist? Du würdest am besten hier und jetzt deine Meinung darüber kundtun, dass du dem Regierungsoberhaupt in seinem Handeln überhaupt nicht zustimmst? Außerdem reicht dir in letzter Zeit dein Geld nicht aus und du hörtest erst kürzlich ein Gerücht über einen Kollegen, dass sicher auch alle anderen in der Firma interessiert? Dann halte jetzt lieber den Mund und renn ganz schnell weg, wenn´s nötig ist. Denn das sind Themen, mit denen a) keiner deiner Gesprächspartner etwas anfangen kann oder für die sich b) niemand interessiert und mit denen du dich wahrscheinlich auch noch c) blamierst.

7. Das Gespräch beenden

Extremsituation vermieden und nichts Peinliches verraten, aber dafür wird dir jetzt langweilig und du würdest eigentlich gerne die Toilette aufsuchen? Oder dein Gegenüber langweilt dich plötzlich? Dann gibt es wohl nur einen Ausweg: mit der Geschmeidigkeit einer Katze die Kurve zu kriegen und das Gespräch so galant wie möglich zu beenden. Am besten, du verabschiedest dich höflich und bittest den anderen um seine Visitenkarte (falls Du Dich auf einer entsprechenden Veranstaltung befindest). Oder du teilst deinem Gegenüber mit , dass du dich freuen würdest, in Kontakt zu bleiben. Wenn der Gesprächspartner allerdings gar nicht zu den Favoriten auf deiner Liste gehört, kannst du dich unter dem Vorwand entschuldigen, jemand anderen sprechen zu wollen, den du eben auf der Party gesehen hast und den du natürlich kennst! Oder ganz einfach: du entfernst dich mit der Entschuldigung, die Waschräume aufsuchen zu wollen (wichtig dabei: gehe dann auch wirklich auf´s Klo, sonst fliegst du auf und es wird – peinlich).

Das war einfach? Dann kannst du ja die Smalltalk-Regeln gleich mal bei der nächsten Gelegenheit ausprobieren! Aber auch in dem Fall wenn es Dir schwer erscheint:  einfach mal ausprobieren! Denn Übung macht auch hier den Meister. Bald wirst du jedes Gespräch meistern und dich als ein wahrer Smalltalk-König bewahrheiten!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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