Kindergeld, Krankenversicherung und Steuerfreibetrag Posted on

Wenn du auf diesen Artikel gestoßen bist, bist du vermutlich gerade tief in einer steuerrechtlichen Recherche, mit dem Ziel keine unnötigen Beiträge zahlen zu müssen. Damit die Angelegenheit etwas einfacher wird, haben wir hier einmal drei wichtige Themen für Jobber zusammengefasst.   Das Kindergeld – was man beachten muss Das Thema Kindergeld ist für viele […]

Wenn du auf diesen Artikel gestoßen bist, bist du vermutlich gerade tief in einer steuerrechtlichen Recherche, mit dem Ziel keine unnötigen Beiträge zahlen zu müssen. Damit die Angelegenheit etwas einfacher wird, haben wir hier einmal drei wichtige Themen für Jobber zusammengefasst.

 

Das Kindergeld – was man beachten muss

Das Thema Kindergeld ist für viele ein wichtiges, da es für die meisten Schüler, Azubis oder Studenten kein zu vernachlässigender Betrag ist. Wer Kindergeld bekommt und was es dabei zu beachten gibt, könnt ihr auf kindergeld.info nachlesen, dort werden die Bedingungen sehr gut erklärt. Hier nur kurz die Aspekte, die das Thema Nebenjob betreffen:

  1. Wie viel darf man verdienen um noch Kindergeld zu bekommen?

As much as possible! Die Regelung der Begrenzung von Einkommen während des Bezuges von Kindergeld wurde 2011 außer Kraft gesetzt, man muss den Verdienst des Kindes beim Kindergeldantrag seit dem nicht mehr angeben.

  1. Wie lange darf man arbeiten?

Um den Anspruch auf Kindergeld nicht zu verlieren, darf man höchstens 20 Stunden in der Woche arbeiten.
Kindergeld, Krankenversicherung, Steuerfreibetrag

Die Krankenversicherung

Die Krankenversicherung als Teil der Sozialversicherung ist in Bezug auf Nebenjobs ein kompliziertes Thema. Grundsätzlich muss jeder Arbeitnehmer in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert sein. Wenn man einen Minijob ausübt, zahlt allerdings nur der Arbeitgeber die Beiträge. Wenn man mehr verdient, steigen die Beiträge bis 850€ im Monat weiter an, da man sich dann in der Gleitzone befindet (siehe auch: der Midijob).
Manchmal kommen bei diesem Thema noch Sonderregelungen zum tragen. Beispielsweise gibt es für Mitglieder in der Familienversicherung gesonderte Regelungen, außerdem werden Studenten und Ehepartner manchmal unterschiedlich behandelt. Wenn ihr euch genauer informieren möchtet, findet hier bei meine-krankenkasse.de alle Antworten auf eure Fragen.

 

Der Steuerfreibetrag

Ohne groß in die Tiefen der Steuerwelt einzudringen, hier nur kurz der wohl wichtigste Betrag für Jobber: der Steuerfreibetrag. Dieser Betrag steht jedem Arbeitnehmer in Deutschland zu und beläuft sich auf 8.472€ (Stand 2015). Der Betrag wird normalerweise jedes Jahr erhöht. Dieser Freibetrag bedeutet also, dass man jedes Jahr 8.472€ steuerfrei verdienen kann, was 706€ im Monat entspricht. Wer in einem Monat darüber kommt, aber im gesamten Jahr unter dem freien Betrag bleibt, kann sich die Lohnsteuer mit einer Lohnsteuererklärung wieder holen. Man muss bei der Berechnung des Verdienstes allerdings beachten, dass dabei alle Einkommensarten mitgezählt werden.
Wie die Berechnung im Detail aussieht, erklärt einem am besten der Steuerberater. Wer mehr zum Thema lesen möchte, findet auf steuerklassen.com weitere Informationen.

 

Wir hoffen wir konnten euch die drei Themen ein wenig näher bringen und die meisten Fragen damit beantworten. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, Kritik üben möchtet oder einfach nur etwas loswerden wollt, dann postet es bitte in die Kommentare. Wir antworten so schnell wie möglich!

 

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Extrawurst: Der Werkstudentenjob Posted on

Damit man sich als Student sein Studium selbst finanzieren kann, hat sich Papa Staat eine weitere Art der Anstellung ausgedacht. Der Werkstudent unterscheidet sich von den normalen 450€- und 850€ Jobs in einigen Punkten. Wenn du wissen möchtest, was du genau dabei beachten musst, bist du hier genau richtig. Was genau ist ein Werkstudentenjob und […]

Damit man sich als Student sein Studium selbst finanzieren kann, hat sich Papa Staat eine weitere Art der Anstellung ausgedacht. Der Werkstudent unterscheidet sich von den normalen 450€- und 850€ Jobs in einigen Punkten. Wenn du wissen möchtest, was du genau dabei beachten musst, bist du hier genau richtig.

Was genau ist ein Werkstudentenjob und wer darf ihn ausüben?

Ein Werkstudentenjob kann, wie der Name schon sagt, nur von Studenten ausgeübt werden. Der große Unterschied zu anderen Anstellungsarten, ist das sogenannte Werkstudentenprivileg. Das besagt, dass man als Werkstudent von der gesetzlichen Kranken,- Pflege,- und Arbeitslosenversicherung befreit ist, ohne dass man die Einkommensgrenzen beachten muss. Wichtig ist nur, dass man nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet, da man sonst mehr Zeit in den Job als in das Studium investiert. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wie du gleich sehen wirst.


Ausgenommen von Werkstudentenjobs sind übrigens:

  • Studenten einer Fernuniversität
  • Praktikanten
  • Studenten, die ein berufsbegleitendes Studium absolvieren
  • Studenten während der Promotion
  • Wer mehr als insgesamt 25 Semester studiert hat
  • Studenten im Urlaubssemester
  • Studenten in dualen Studiengängen

 

Mit welchen Abgaben muss man rechnen?

Wenn man als Werkstudent nur bis zu 450€ im Monat verdient, ist man faktisch kein Werkstudent sondern ein Minijobber. Wenn man zwischen 450,01€ und 850€ verdient ist man Midijobber und somit in der Gleitzone, was die Sozialversicherung anbelangt. Da man als Werkstudent nur die Rentenversicherung (und eine studentische Krankenversicherung) bezahlen muss, werden die Beiträge mit der Höhe des Einkommens steigen, bis sie bei 850€ ihr Maximum erreicht haben. Wenn man mehr als 850€ verdient ändert sich nichts mehr. Die einzige Versicherung die man bezahlt ist die Rentenversicherung.

Die Lohnsteuer fällt unabhängig davon an. Die muss man bezahlen, sobald man den Steuerfreibetrag von 8472€ (2015) pro Jahr überschritten hat.
Werkstudent

Was muss man noch beachten?


20-Stunden Regel

Maßgeblich für die Ausübung eines Werkstudenten-Jobs ist die 20-Stunden-Regel während der Vorlesungszeit. Wer mehr arbeitet muss ggf. Beiträge nachzahlen.Befindet man sich in der vorlesungsfreien Zeit und/oder den Semesterferien, kann man so viel arbeiten wie man möchte, allerdings darf die 20-Stunden-Grenze nur in 26 Wochen pro Jahr überschritten werden.

Kindergeld

Wer Kindergeld bekommt muss seit der gesetzlichen Änderung 2011 nur noch beachten, die 20-Stunden-Regel einzuhalten.Mehr dazu findet ihr auf Kindergeld.info.

Krankenversicherung

Die Verdienstgrenze für die Familienversicherung liegt bei ca. 405€, allerdings entscheidet das im Einzelfall die Krankenkasse. Wer über die Grenze kommt, muss sich selbst versichern, was sich auf ca. 80€ im Monat belaufen wird. Mehr dazu findet ihr in unserem Artikel zur studentischen Krankenversicherung.

 

Das Wichtigste in Stichpunkten

  • Werkstudent kann sein, wer hauptberuflich an einer Hochschule eingeschrieben ist
  • Vorteil: Man muss nur die Rentenversicherung bezahlen, von allem anderen ist man befreit (Werkstudentenprivileg)
  • Man muss keine Einkommensgrenzen beachten
  • Während der Vorlesungszeit darf nicht mehr als 20-Stunden pro Woche gearbeitet werden

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